Planen für die Umwelt

 

Anfang des Jahres wurde das neue Hörsaalgebäude der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen eröffnet. 


Ein kleiner Eindruck: 160 Kilometer Kabel und Leitungen, 1.000 LED-Lampen, 75 Brandschutzklappen und 250 Präsenzmelder sind im neuen Hörsaal-
gebäude der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen verbaut
und verlegt. Die Immobilie beherbergt auf 6.200 m2 Hörsäle, Seminar- und Arbeitsräume sowie Büros für rund 1.300 Studenten und Mitarbeiter. Die Hochschule kommt damit ihrem Ziel näher, einen Innenstadt-Campus in Nürtingen aufzubauen. 

Deerns verantwortete die Planung der mechanischen Gewerke. Dabei hatte das Stuttgarter Team vor allem ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Da Teile Nürtingens durch die Lage am Neckar als hochwassergefährdet eingestuft werden, steht das Gebäude auf Pfählen. Um die Kanalisation
nicht zu überlasten, darf Regenwasser nur in begrenzten Mengen abgeführt werden. Die Lösung: Ein im Gebäude liegender Tank zur Zwischenlagerung – und damit Rückhaltung – des Regenwassers, das nun über eine Pumpe sukzessive in die Kanalisation abgeleitet wird. Bei der Belüftung der Hörsäle hatte Deerns Umweltschutzverordnungen des Landes Baden-Württemberg zu berücksichtigen. Diese untersagen beispielsweise für diesen Gebäudetyp eine mechanische Kühlung im Sommer und so plante das Team eine adiabate Kühlung. Luftqualitätsfühler ermitteln die aktuellen CO2-Werte im Gebäude und veranlassen eine entsprechende Frischluftzufuhr.

Die Entstehung des Hörsaalgebäudes innerhalb von 16 Monaten gibt es im Zeitraffer auf YouTube zu sehen.

12. April 2018


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